Update zum Leitungsrückbau Wilhelmine-Carlsglück (Stand: April 2026):
Die Rückbauarbeiten an der ehemaligen Transportleitung des Rohölspeichers Wilhelmine-Carlsglück schreiten planmäßig voran. Im offenen Ausbau hat Harbour Energy bislang rund 760 Meter Leitung zwischen dem Weseranleger und der Bundesstraße 215 sowie erste Teilabschnitte östlich der Bundesstraße entfernt.
Aktuell laufen die Arbeiten im Abschnitt zwischen der Bundesstraße 215 und der Bahntrasse. Hier werden weitere Teilstücke von rund 500 Metern im offenen Ausbau zurückgebaut.
Im Anschluss werden die Arbeiten östlich der Bahntrasse fortgesetzt. Der Rückbau erfolgt dann in nördlicher Richtung zum Bahnhof Dörverden beziehungsweise bis zur Kreisstraße (Dörverdener Straße). Im Mai ist geplant, die Arbeiten entlang der Kreisstraße in östlicher Richtung weiterzuführen.
Die Verdämmung einzelner Leitungsabschnitte zwischen Bundesstraße und Bahntrasse erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
Ursprüngliche Meldung:
Harbour Energy beginnt Ende Februar 2026 mit dem Rückbau der Transportleitung, die ehemals den Rohölspeicher Wilhelmine-Carlsglück an den Weseranleger in Dörverden angebunden hat. Die Arbeiten werden nach derzeitiger Planung rund fünf Monate in Anspruch nehmen.
Die unterirdische Leitung verläuft vom Weseranleger in Dörverden/Barme zunächst in Richtung der Ortschaft Westen und führt von dort weiter nach Hülsen bis zum Schacht Carlsglück. Insgesamt umfasst die Trasse eine Länge von rund 10,8 Kilometern bei einem Leitungsdurchmesser von 20 Zentimetern. Da die Leitung seit der Außerbetriebnahme des Rohölspeichers keine Funktion mehr erfüllt, wird sie nun kontrolliert zurückgebaut sowie in Teilabschnitten fachgerecht verdämmt und dauerhaft gesichert.
Aktuelle Planung zur Nachnutzung
Für die Schachtanlage Wilhelmine-Carlsglück liegt Harbour Energy die Genehmigung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vor, in den kommenden Jahren die Verwahrung des ehemaligen Rohölspeichers vorzubereiten.
Historischer Hintergrund: Wilhelmine-Carlsglück
Die Kalischächte Wilhelmine und Carlsglück wurden zwischen 1911 und 1912 abgeteuft. Der Schacht Carlsglück förderte zwischen 1912 und 1914 Kali aus rund 600 Metern Tiefe, der Schacht Wilhelmine war von 1912 bis 1924 in Betrieb. 1925 wurde das Kalibergwerk endgültig stillgelegt.
Ab 1938 nutzte die Marine die Anlage als Munitionsdepot. 1969 entstanden bei der damaligen Wintershall erste Pläne, die stillgelegten Schächte als Rohölspeicher umzunutzen, nachdem die Bundesregierung die Mineralölwirtschaft zur Einrichtung strategischer Reserven verpflichtet hatte. Nach Zustimmung des Oberbergamtes Clausthal-Zellerfeld begannen im August 1971 die Umbauten; im September 1973 wurde der Rohölspeicher Wilhelmine-Carlsglück in Betrieb genommen.
Bis zur Außerbetriebnahme Anfang der 2000er-Jahre legten Öltanker am Weseranleger an und leiteten Rohöl über die nun zurückzubauenden Leitungen in den unterirdischen Speicher. Mit dem Ende der Nutzung besteht für die Infrastruktur heute keine Verwendung mehr.
Über Harbour Energy
Seit der Gründung im Jahr 2014 hat sich Harbour zu einem der weltweit größten und geografisch vielfältigsten unabhängigen Öl- und Gasunternehmen entwickelt. Heute produziert Harbour täglich zwischen 475.000 und 485.000 Barrel Öläquivalent mit bedeutenden Fördermengen in Norwegen, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Argentinien und Nordafrika. Harbour profitiert von wettbewerbsfähigen Betriebskosten und stabilen Margen sowie einer breitgefächerten Palette von Wachstumsoptionen, darunter infrastrukturnahe Möglichkeiten in Norwegen, unkonventionelle skalierbare Möglichkeiten in Argentinien und konventionelle Offshore-Projekte in Mexiko und Indonesien. Mit einer geringen Treibhausgasemissionsintensität und einer führenden Position bei der CO2-Speicherung in Europa verpflichtet sich Harbour weiterhin dazu, Öl und Gas sicher und verantwortungsbewusst zu fördern, um zur Deckung des weltweiten Energiebedarfs beizutragen. Harbour hat seinen Hauptsitz in London und beschäftigt in seinen Betrieben und Büros rund 5.000 Mitarbeitende und Auftragnehmer:innen.
Über Harbour Energy in Deutschland
Harbour Energy ist einer der drei größten Erdgas- und Erdölproduzenten in Deutschland und leistet einen wichtigen Beitrag zur heimischen Versorgungssicherheit. Von Hamburg aus steuert das Unternehmen seine Aktivitäten, die sich auf drei Regionen in Norddeutschland konzentrieren: das Erdölfeld Mittelplate vor der Westküste Schleswig-Holsteins, die Erdgasförderung im nordwestlichen Niedersachsen und die Erdölförderung in Emlichheim nahe der niederländischen Grenze. Zudem betreibt Harbour im niedersächsischen Barnstorf das Technology & Service Center sowie ein Ausbildungszentrum. Hinzu kommt die Abteilung Decommissioning, die Rückbauaktivitäten und Rekultivierungsmaßnahmen in ganz Deutschland koordiniert.
(Quelle: Presseinfo der Harbour Energy Deutschland GmbH Unternehmenskommunikation vom 24.02.2026; Pressesprecher Derek Mösche, Tel. 040 6375 2670)






















