Die beiden Bürgermeister Alexander von Seggern (Dörverden) und Lutz Brockmann (Verden) freuten sich bereits 2016 sehr über ein besonders großes "Weihnachtsgeschenk" für Dörverden und Verden. Mit fast 1,9 Mio. € fördert der Bund den "Brückenschlag über die Aller", um kurze Wege für mehr Radverkehr zu schaffen.
Das Projekt wird aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative in Höhe von 1,846 Mio. € bezuschusst, das entspricht 70% der Projektkosten. In dem zweistufigen Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ wurde aus 183 Projektskizzen u. a. der Verdener Projektvorschlag ausgewählt. Ziel der Bundesförderung sind integrierte Projekte, die dauerhaft den Radverkehr stärken und als Modell bundesweite Ausstrahlung haben.
In Abstimmung mit der Gemeinde Dörverden und dem Landkreis beschloss der Rat der Stadt Verden am 27. September 2016 den Förderantrag. Auf dieser Grundlage erfolgte die Bewilligung der Förderung.
Das Förderprojekt „Brückenschlag über die Aller – kurze Wege für mehr Radverkehr“ umfasst den Bau einer Radwegeverbindung von Wahnebergen nach Verden mit einer Radbrücke angehängt an die neue Eisenbahnbrücke, ferner die Anlage von Radfahrschutzstreifen in den Straßen „Im Burgfeld“ und „Bahnhofstraße“ für eine durchgehend attraktive Radverbindung bis zum Verdener Bahnhof.
Zur Förderung der E-Bike-Nutzung sind 6 Radabstellanlagen im Verdener Stadtgebiet mit E-Bike-Ladestationen vorgesehen. Weitere Erläuterungen sind im Ratsinformationssystem unter www.verden.de der Ratsvorlage 201/2016/5/ zu entnehmen. Im Juli 2018 hat der Rat der Stadt Verden (Aller) zudem über die Finanzierung von Mehrkosten entschieden (Ratsvorlage 131/2018/2/).
Mit dem Durchschneiden eines Bandes wird der Brückenschlag am 02.10.2019 freigegeben (v.l.): Erster stellvertretender Landrat Reiner Sterna (Landkreis Verden), Bürgermeister Lutz Brockmann (Stadt Verden), Bürgermeister Alexander von Seggern (Gemeinde Dörverden), Georg Wagner (DB Netz AG) und Antje Radecke (Projektträger Jülich)© Stadt Verden (Aller)
Die neue Fahrradweg entlang der Eisenbahnbrücke über die Aller ist zwischenzeitlich fertiggestellt und kann künftig von Pendlern und Touristen gleichermaßen genutzt werden.
Am 2. Oktober 2019 wurde die neue Radwegeverbindung offiziell freigegeben. Dies wurde am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2019 mit Radtourenvorschlägen und vielen Aktionen entlang der Strecken gebührend gefeiert.
Beim Start der Eröffnungsradtour am 03.10.2019 vor dem Verdener Rathaus (v.l.): Bürgermeister Alexander von Seggern (Gemeinde Dörverden), Dr. Dörte Liebetruth MdL, Bürgermeister Lutz Brockmann (Stadt Verden)© Gemeinde Dörverden
Im Juni 2021 wurde mit Bauarbeiten zur Verbesserung der Einmündungssituation an den Radweg entlang der Verdener Straße (K 14) begonnen.
Bauarbeitern zur Verbesserung der Einmündungssituation zur Aller-Radbrücke in Wahnebergen© Gemeinde Dörverden
Ende Juli 2021 wurden die Arbeiten fertiggestellt. Aus Wahnebergen kommend kann man nun auf einem mit Betonsteinpflaster befestigten Weg abbiegen, ohne eine "spitze Kurve" fahren zu müssen. Eine neue Beschilderung weist zudem deutlich auf den verkürzten Weg über Wätern und Aller in die benachbarte Stadt Verden (Aller) hin.
Einmündung zur Aller-Radbrücke in Wahnebergen nach der Umgestaltung im Sommer 2021© Gemeinde Dörverden
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Hinweis: Kein Winterdienst Bereits in der Planungsphase zum Bau des Weges und der beiden Brücken - angehängt an die Eisenbahnbrücken - wurde bewusst entschieden, keinen Winterdienst auf dem Weg durchzuführen. Folgende Gründe waren und sind immer noch maßgeblich dafür:
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